iPad: SIM lässt sich zu Micro-SIM umbauen – Entwarnung für Apple-Fans
Mit der Bastelschere ins Internet: es geht. Zumindest, wenn die Befürchtungen vieler Apple-Fans zutreffen und die europäischen Mobilfunkanbieter zur Markteinführung des iPad keine Micro-SIM Karten anbieten – denn die wird für das iPad benötigt, ihre große Schwester SIM findet darin keinen Platz.
Doch das Europäische Institut für Telekommunikationsnormen beruhigt die Leser von cnet.co.uk: alles kein Problem. Wenn bis dahin kein Umbruch da ist und die Anbieter keine Micro-SIMs anbieten, kann man mittels Geduld, Schere und Anleitung aus einer normalen SIM eine Micro-SIM gebastelt werden. Der Chip sei derselbe, so das französische Institut – und sie wissen, wovon sie reden: sie haben die Norm deklariert.
Als die Spezifikationen der UMTS-Variante des für April bzw. Juni (3G) erwarteten Tablets aus Steve Jobs’ Kreativabteilung bekannt wurden, häuften sich die Diskussionen um den kleinen Chip, mittels dem das iPad nach Hause funken soll: jede Menge selbsternannter Experten schworen Stein und Bein, die Karten seien inkompatibel, und ein Micro-SIM Lesegerät könnte keine SIM-Chips lesen – doch wie so oft wiesen sich in dieser Diskussion die wahren Experten durch qualifizierte Beiträge als solche aus, während die Orakel-Experten verstummt sind und auf die nächste Gelegenheit warten, Halbwissen zum Besten zu geben.
Bisher wurden Micro-SIM Formate allenfalls in Dual-SIM-Geräten benötigt – hierfür mussten die Besitzer tatsächlich zur Bastelschere greifen. Ob Apples Vorstoß in die Richtung der neuen, kleineren Technologie hier für einen neuen Standard sorgt, bleibt abzuwarten. Aber eigentlich sind wir da guter Dinge: Apple setzte schon öfter Trends.